Unsere Frau der Woche: Bettina Wilhelm

zwei Hände

Einander wohlgesonnen sein! (c) frauenseiten.bremen

Heute, am 1. November tritt sie ihr Amt an – die Stuttgarterin Bettina Wilhelm wird die Nachfolgerin von Ulrike Hauffe. Das ist sicherlich am Anfang nicht leicht, denn Ulrike Hauffe hat ihr Amt 23 Jahre lang mit großem Engagement und viel Zustimmung seitens der Frauenorganisationen Bremens geführt.

Ihre Biographie

Bettina Wilhelm war nach ihrer Ausbildung als Erzieherin an der Evangelischen Fachhochschule für Sozialpädagogik in verschiedenen Einrichtungen in Stuttgart tätig. 1988 wurde ihre erste Tochter geboren. Ein Jahr später ergänzte sie ihre Ausbildung mit einem weiteren Studium der Sozialpädagogik an der Hochschule für Sozialwesen in Esslingen. Während dieser Zeit wurde 1990 ihre zweite Tochter geboren. Nach zwei Jahren Tätigkeit als Dozentin an der Katholischen Fachschule für soziale Berufe in Schwäbisch Gmünd hatte sie erneut Lust, sich weiter zu qualifizieren: An der Eberhard-Karls-Universität Tübingen erwarb sie ein Diplom in Pädagogik, wurde danach Wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Hochschule und forschte zum Thema Frauen und Rechtsextremismus. Nach ihrem Studium erwarb sie vielfältige Kenntnisse in verschiedenen Arbeitsfeldern der Verwaltung.

In der Stadt Ludwigsburg baute sie 2005-2006 die Abteilung Pädagogik im Fachbereich Bildung, Familie und Sport auf und war verantwortlich für die Stabsstelle Gleichstellung beim Oberbürgermeister der Stadt Ludwigsburg. In der Stadt Kirchheim war sie Fachbereichsleiterin für Bildung, Kultur und Sport. 2009 wurde sie Erste Bürgermeisterin in Schwäbisch Hall. Ihr frauenpolitisches Engagement führte dazu, dass sie von 2002-2005 Sprecherin der kommunalen Frauenbeauftragten Baden-Württemberg war.

Eine neue Chance für die Gleichstellungsstelle

Die gebürtige Stuttgarterin sieht in der Tatsache, dass sie von außen kommt eine Chance, eigene Wege zu gehen. Besonders die eigenständige Stellung der Gleichstellungsstelle innerhalb des Verwaltungsapparates die es sonst nirgendwo so gibt, hat es ihr angetan. Dass trotz jahrelanger Aktivität der Gleichstellungsstelle immer noch viel zu tun bleibt, das ist ihr klar. In Bremen leben viele Frauen, die ihre Kinder allein erziehen müssen und über ein sehr geringes Einkommen verfügen und häufig keinen Berufsabschluss haben. Für diese Gruppe möchte sie etwas tun.

jubelnde Hände

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Um für die Bremer Frauen wirksam zu werden, möchte sie mit Frauen aus unterschiedlichen Bereichen zusammenarbeiten: „Denn ich bin überzeugt, dass eine heterogene Gruppe, die gut zusammenarbeitet, mehr erreichen kann, als eine homogene Gruppe“ führte sie in einem Interview mit dem Weser-Kurier aus. Um dies zu tun, gibt es reichlich Möglichkeiten – der nächste 8. März wird hoffentlich auch ab Ende des Jahres vom Bremer Frauenausschuss und der ZGF wieder mit vielen Frauenverbänden vorbereitet werden – eine gute Gelegenheit, die unterschiedlichen Gruppen in Bremen kennen zu lernen.

Edith Laudowicz

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