Unsere Frau der Woche: Vera F. Birkenbihl

Unsere Frau der Woche war eine erfolgreiche Managementtrainerin und Sachbuchautorin. Ende der 1960er Jahre entwickelte Vera außergewöhnliche Lern-, Kommunikations- und Verhaltensstrategien. Durch diese Methoden wurde sie einer der gefragtesten Lern- und Führungstrainerinnen in Deutschland. Zugleich wurde sie die erste populäre Frau unter den Motivationstrainer*innen.

Ein Leben für das Lernen

Vera Felicitas Birkenbihl wurde am 26. April in München geboren. Nach dem Schulabschluss studiert sie in den USA Psychologie und Journalismus. Ab dem Jahr 1969 beginnt Vera mit Lerntechniken an die Öffentlichkeit zu treten, die sie nach neuesten Erkenntnissen der Hirnforschung entwickelt hat. Zur Verbreitung ihrer Lernkonzepte gründet sie 1973 das „Institut für Gehirn-gerechte Arbeiten“. Das „Gehirn-gerechte“ Lernen entwickelt sich schnell zu Birkenbihls Markenzeichnen. Es beruht auf einer assoziativen Verknüpfung der vernachlässigten rechten Gehirnhälfte mit der linken Hemisphäre. Mit ihren Lerntechniken berücksichtigt sie den in der Forschung bekannten Zusammenhang zwischen limbischem System und Lernmotivation.

Die Querdenkerin setze sich vor allem damit auseinander, wie unser Gehirn arbeitet und denkt. Weitere Themenbereiche, die Vera behandelte waren unter anderem Kreativität, Kommunikation, Persönlichkeitsentwicklung, Fremdsprachen, Esoterik, Unterschiede zwischen Männer und Frauen und Erfolgstraining. Vera prägte die Begriffe „brain-friendly“, also auf deutsch „gehirn-gerecht“, „Wissensnetz“, und „Reptiliengehirn“.

„Je klarer die Zielvorstellung, desto klarer der Erfolg“

In ihren Seminare wollte Vera ihre Teilnehmer*innen von „Gehirnbesitzern“ zu „Gehirnbenutzern“ machen. Damit gilt sie als eine der Erfinderinnen des Infotainments. Eine weiterer Ansatz ihrer Lerntechniken stellt das „Brain-Management“ dar. Darüber hinaus entwickelt sie auch Strategien der Kommunikation, des Erfolges, der Stressbewältigung und der Persönlichkeitsentwicklung. Diese veröffentlichte sie in Seminaren, Büchern und Vorträgen. Vera F. Birkenbihl nutzte zur Veranschaulichung gerne Witze, Geschichten und Metaphern in ihren Vorträgen. Anhand von Witzen verdeutlichte sie Kommunikationsmodelle und Sprachmuster. Sie war sehr belesen und gab ihre Buchtipps häufig in ihren Vorträgen bekannt. Wer sich ihre Mitschnitte ansieht wird also viele Leseanregungen erhalten. Mit Büchern wie Erfolgstraining – Schaffen Sie sich ihre Wirklichkeit selbst, Stroh im Kopf und Freunde durch Stress machte sich Vera einen anerkannten Namen in der Szene. Die Gesamtauflage ihrer Veröffentlichungen erreichen mehr als zwei Millionen Exemplare.

„Ein lebendes Energie-Potential“

Ab 2004 stellt Vera ihre Lernkonzepte beim Bayerischen Rundfunk im Rahmen der Sendereihe Kopfspiele in 22 Sendungen einem größeren Publikumskreis vor. Sie galt indes nach über 35 Jahre Praxiserfahrung als anerkannte Lerntrainerin, die auch im internationalen Rahmen gefragt war. Zu ihrem Klienten zählen pädagogische Einrichtungen und Vertreter aus Banken, Versicherungen und anderen Wirtschaftsbereichen. In 2008 wird sie in die Hall of Fame – German Speakers Association aufgenommen. Des Weiteren wird sie 2010 mit dem Coaching Award für Besondere Leistungen und Verdienste ausgezeichnet.

Die letzten Jahre ihres Lebens verbringt Vera F. Birkenbihl in Osterholz-Scharmbeck. Wie sie in einem Interview erzählt, seien die Gründe für ihren Umzug neben dem Beruf auch, dass sie in Bremen ein wunderbares Anwesen erstanden habe: „Ein großes Haus, in dem ich sowohl leben, als auch Seminaren abhalten kann.“ Am 3. Dezember 2011 verstirbt Vera F. Birkenbihl an einer Lungenembolie.

Vasiliki

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