
Mit dem neuen Horrorfilm „Obsession – du sollst mich lieben !“ , welcher erst vor etwa vier Wochen in den deutschen Kinos gestartet ist, feiert der 26-jährige Regisseur und Drehbuchautor Curry Baker seinen großen Kinodurchbruch. Bei einem Filmbudget von gerade mal geschätzten 750.000 bis zu 1 Millionen US-Dollar erreichte der Film Einnahmen in Höhe von 300 Millionen.
Doch was macht diesen Film zu einem so außergewöhnlichen Erfolg?
Zusammenfassung
Der Horrorfilm Obsession erzählt die Geschichte des schüchternen Bear (Michael Johnston), welcher heimlich in seine Freundin Nikki (Inde Navarrette) verliebt ist. Als er in einem geheimnisvollen Laden einen One Wish Willow-Zweig kauft, nutzt er ihn, um sich Nikkis Liebe zu wünschen. Zunächst scheint sein Wunsch in Erfüllung zu gehen, doch schon bald entwickelt Nikki eine unnatürliche und immer stärker werdende Besessenheit von ihm.
Ihre Zuneigung verwandelt sich in eine gefährliche Obsession, die nicht nur Bears Leben, sondern auch ihre eigene Identität zerstört.
Wer ist der/die Böse ?
Ein interessanter und durchaus wichtiger Diskurs, der sich in den sozialen Medien rund um den Film entwickelt hat, ist die Frage, wer eigentlich der beziehungsweise die wahre Böse ist.
Einerseits ist Nikki ganz klar der größte Horrorfaktor des Films. Ihr verstörendes, obsessives Verhalten macht sie zur zentralen Bedrohung.
Andererseits nimmt Bear mit seinem recht selbstsüchtigen Wunsch durch den One Wish Willow-Zweig Nikki jegliche emotionale und körperliche Autonomie. Mehrmals im Film kommt die „echte“ Nikki wieder zum Vorschein. In diesen Momenten ist sie von ihrem eigenen Verhalten sowie von den Situationen, in denen sie plötzlich wieder das Bewusstsein erlangt, sichtlich verstört und verängstigt. Bear unternimmt jedoch kaum etwas, um ihr Leiden zu beenden. Zwar versucht er schließlich, seinen Wunsch zu verändern oder rückgängig zu machen, doch geschieht dies erst, als die Situation für ihn selbst zunehmend unangenehm und belastend wird – nicht aus aufrichtiger Sorge um Nikki oder ihr Wohlergehen.
Zudem wird häufig auch Bears Wunsch selbst diskutiert.
„I wish Nikki Freeman loved me more than anyone in the fucking world.“ – Bear (Obsession 2026)
Anstatt sich beispielsweise den Mut zu wünschen, Nikki nach einem Date zu fragen oder ihr seine Gefühle zu gestehen, entscheidet sich Bear dafür, seinen Wunsch nicht für eine Veränderung bei sich selbst zu nutzen, sondern Nikki zu verändern. Zwar war ihm zu diesem Zeitpunkt nicht bewusst, dass der Zweig tatsächlich funktionieren würde, jedoch wirft der Wunsch dennoch moralische Fragen auf.
Unsere Empfehlung
Ohne zu viel zu spoilern können wir allen, die sich gewappnet fühlen, den Horrorfilm Obsession als Video zum Wochenende empfehlen. Wer hingegen jedoch kein großer Horrorfan ist, sich aber dennoch für die Themen und die Botschaft des Films interessiert, kann auch auf YouTube zahlreiche Analysen, die sich ausführlich mit dem Film und seiner Bedeutung auseinandersetzen, finden. Zum Beispiel von der Youtuberin Kimbaland, welche sich hauptsächlich mit aktuellen Hollywood Themen befasst.
Amelie Gebhardt



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