Arbeiten bei Airbus – Interview

Airbus am Boden mit Besuchern

(c) Heidemarie

frauenseiten: Du bist Maschinenbau-Ingenieurin und arbeitest bei Airbus. Wie bist du auf diesen Beruf gekommen?

Sabine: Ich suchte nach dem Abitur nach einem Beruf mit guten Berufsperspektiven. Außerdem wollte ich möglichst in Bremen studieren. Der Beruf des Ingenieurs interessierte mich schon, doch vorher wollte ich die Luft in einem technischen Büro schnuppern. So machte ich eine Lehre als technische Zeichnerin.

frauenseiten: Wo und was hast du studiert?

Sabine: Die Hochschule Bremen bot den Studiengang „European Product Engineering and Management“ an. Das hat mich besonders interessiert, weil auch ein Auslandsaufenthalt dazu gehörte.

frauenseiten: Wie fandest du das Studium?

Junge Frau mit Laptop

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Sabine: Schwer – nur rechnen das ganze Studium über. Es war eine harte Zeit. Vier Semester studierte ich in Bremen. Im Erstsemester waren wir ungefähr 200 Studenten. Davon nur eine Handvoll Frauen. Nach den vier Semestern schloss sich über zwei Semester ein Praktikum in England bei einer Zuliefererfirma für Luft- und Raumfahrttechnik an. Anschließend studierte ich an der Universität in London und machte dort meinen Abschluss als Dipl.-Ingenieurin und gleichzeitig den Batchelor of Engineering (BEng).

frauenseiten: Hast du danach gleich eine Stelle gefunden?

Sabine: Ja, schon vor meinem Abschluß in London. Ich konnte mein Zeugnis noch gar nicht vorzeigen. Meine erste Stelle bekam ich in Deutschland bei der Zweigstelle eines amerikanischen Zulieferers für Automobilteile in Nordrhein-Westfalen. Gleich nach der dreimonatigen Probezeit durfte ich für ein Jahr in die USA zum Hauptsitz wechseln. Das war eine tolle Gelegenheit. Die Firma stellte mir eine Wohnung und einen neuen Firmenwagen zur Verfügung. Ich hatte nette, hilfsbereite Kollegen/Kolleginnen, die mich beim Einleben im fremden Land und der neuen Arbeit unterstützten.

frauenseiten: Wie verlief dein Berufsweg weiter?

Sabine: Aus privaten Gründen wollte ich gern wieder zurück nach Bremen, und ich wechselte zu Airbus. Nun bin ich hier schon seit 18 Jahren tätig. Zwischendurch arbeitete ich fünf Jahre lang in Toulouse. Mit meiner Abteilung unterstützte ich die Konstruktion des Airbusses A380. Das war eine besonders schöne und interessante Zeit. Heute arbeite ich an der Konstruktion der Wassersysteme für den A320.

frauenseiten: Bist du zufrieden mit Deiner Berufswahl?

Sabine: Ja, es ist ein interessanter Beruf in einer internationalen Firma.

frauenseiten: Wurdest du in diesem überwiegend von Männern ausgeübten Beruf diskriminiert?

Sabine: Also, das habe ich nie bemerkt.

frauenseiten: Wie sieht deine berufliche Zukunft aus?

Sabine: Sorgen bereitet mir, dass Arbeiten fremd vergeben oder ins Ausland verlagert werden.

frauenseiten: Alles Gute für deinen weiteren Berufsweg und vielen Dank für deine umfassenden Aussagen.

Heidemarie

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