Raumfahrt abseits von Hollywood

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© A. Karbe

Zum Abschluss unseres Specials möchten wir euch hier jeweils eine Serie und einen Film empfehlen – für die, die sich jetzt nach dem großen Weltlall auf dem Bildschirm sehnen!

Firefly (2002-2003)

Für die Serienfans unter euch haben wir uns den Kult-Klassiker Firefly ausgesucht. Die Serie, von dem erfolgreichen Regisseur Joss Whedon produziert, wurde, trotz ihrer großen Fangemeinde, nach nur 11 Folgen von ursprünglich geplanten 14 abgesetzt. Das Genre lässt sich sehr treffend als Raumfahrt-Western beschreiben, anders als die klassischen Raumfahrtserien wie Star Trek.

Es ist das 26. Jahrhundert. Die Menschheit hat sich so weit vermehrt, dass auf andere Planeten und andere Ressourcen zurückgegriffen werden müssen. Auf dem Raumschiff „Serenity“ sammelt sich eine Crew, die bunter nicht sein könnte: Ein ehemaliger Karrieresoldat und eine ehemalige Soldatin, die nun das Schiff und die Crew der „Serenity“ gemeinsam mit ihrer Schiffsmechanikerin leiten, mischen sich mit einer Hochbegabten, einer Kurtisane und einem Söldner. Auf der Suche nach verlassenen Schiffen – und den sich hoffentlich darin versteckenden Lebensmittel und Gütern – reisen sie durch das Weltall, ähnlich einem Piratenschiff. Die Serie ist so verrückt, wie sie klingt, und absolut genial. Sie wird immer wieder von Kritiker*innen als eine ihrer Zeit vorausschauende Serie gelobt. Als Reaktion auf die Proteste der Fangemeinschaft wurde 2005 sogar ein Film herausgebracht, der zumindest einige der offenen Handlungsstränge wieder schließt.

Sunshine (2007)

Weniger fröhlich und eher düster in der Film Sunshine aus dem Jahr 2007. Dieser Film wirkt auf den ersten Blick wie ein klassischer Blockbuster: Eine große Produktionsfirma und ein bekannter Regisseur stehen dahinter, genauso wie viele bekannte Gesichter unter den Schauspielern. Dennoch ist Sunshine anders. Er lebt von einer bewusst international gehaltenen Riege von Schauspielern und dem melancholischen Soundtrack von John Murphy. Anders als in großen Blockbustern geht es weder um versteckten Patriotismus, noch um künstliche Action. Es ist das Jahr 2057. Die Sonne verliert an Kraft und die Erde versinkt in einer potenziellen neuen Eiszeit. Ein Team von Wissenschaftlern wird mit einer Nuklearbombe in Richtung Sonne geschickt. Sie sollen versuchen, die Sonne mit Hilfe dieser Bombe wieder zu entfachen. Eine ähnliche Mission wurde schon ein Jahr zuvor losgeschickt. Diese verschwand jedoch kurz vor ihrem Ziel vom Radar und ist seitdem nicht mehr aufzufinden. Kurz vor dem Ziel erreicht das Team ein Notrufsignal der verschollenen ersten Crew. Die Mannschaft entscheidet sich, dem Notruf zu folgen um herauszufinden, warum die erste Mission damals verschwand.

Das Szenario ist, angesichts der globalen Erwärmung, wenig wahrscheinlich. Der Film zieht aber nicht auf physikalische Korrektheit ab. Vielmehr geht es um die Aussichtslosigkeit und Verlorenheit im All angesichts der unmenschlichen Bürde, die die Crew zu tragen hat. Auf ihren Schultern lastet, potenziell, das Schicksal der Menschheit. Die Enge des Raumschiffs ist ansteckend und gibt dem Film etwas Klaustrophobisches, was das Endzeitszenario nur realistischer erscheinen lässt.

Zwei Vorschläge, die unterschiedlicher nicht sein könnten – haben wir euer Interesse geweckt?

  1 comment for “Raumfahrt abseits von Hollywood

  1. Anastasia
    16. November 2016 at 12:37

    Auch wenn die „Alien“- Reihe zu den Hollywoodklassikern zählt, kann ich diese ebenfalls nur empfehlen.
    Vor allem „Prometheus“ mit Noomi Rapace überzeugt auf ganzer Linie! Und nächstes Jahr (August 2017) kommt mit „Alien: Covenant“ sogar die Fortsetzung auf die Leinwand 🙂

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