Viel positive Meinungen zum Thema Lohngleichheit

Im Laufe des Equal Pay Days haben wir uns in die Bremer Innenstadt aufgemacht, um PassantInnen auf das Thema anzusprechen.

Equal Pay Day, Hella und Linda:

Quelle: frauenseiten
Fotograf: Jana Holtkamp
Hella und ihre Nichte Linda

Die Bremische Gleichstellungsstelle hat zu diesem Anlass Beutel und Karten verteilt, die auf das Thema aufmerksam machen sollen. Auch der Sozialverband Deutschland war vor Ort um Unterschriften gegen die Lohnungleichheit zu sammeln. Uns interessierte, wie der Lohnunterschied von BürgerInnen eingeschätzt wird, warum es ihn überhaupt gibt, was man dagegen tun kann und was die Frauen mit mehr Lohn machen würden.

Hier die Antworten aus unserer kleinen Umfrage
Lothar und Inge haben schon in der Zeitung gelesen, wie groß der Lohnunterschied in Bremen ist. Inge würde von 25 Prozent mehr Lohn gerne shoppen gehen oder in den Urlaub fahren. Lothar glaubt, dass es einen riesen Aufstand geben würde, wenn Männer auf einmal weniger verdienen würden.

Martina aus Bremen liegt mit ihrer Einschätzung von 25 Prozent Lohnunterschied in Bremen ziemlich richtig. Es sei wichtig, dass sich die Frauen bemerkbar machen und die Politik endlich handelt. Hätte sie selbst kontinuierlich 25 Prozent mehr Lohn, würde sie diesen anlegen.

Auch Hella war über den Lohnunterschied informiert. Seit sie selbst arbeitet, sei ihr die Ungerechtigkeit bewusst. Den Grund für diese Misslage sieht sie in der Tatsache, dass in den oberen Bereichen immer noch zu viele Männer vertreten sind. Ihre Nichte Linda hofft, dass sich etwas geändert hat, wenn ihre Tochter einmal arbeitet.

Equal Pay Day, Tobias: Mann mit Equal Pay Day Tüte

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Fotograf: Jana Holtkamp
Zu sehen: Tobias

Tobias (23) wusste bereits über den Lohnunterschied von 22 Prozent in Deutschland Bescheid. Er sieht den Grund in der Geschichte, in der Frauen stets benachteiligt worden sind. Er findet es gut, etwas dagegen zu tun. Man müsse aktiv werden und sich Gedanken darüber machen, was man selbst bewirken könnte, auch er engagiert sich.

Equal Pay Day, Dennis: Mann mit Krücken und Equal Pay Day Tüte

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Zu sehen: Dennis

Dennis (19) schätzte den Unterschied auf 20 Prozent. Den Grund sieht auch er in der Geschichte, in der Frauen stets benachteiligt worden sind. Man müsse die Menschen mehr mit dem Thema konfrontieren, um etwas zu ändern.

Equal Pay Day, Ralf: Mann mit Hund

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Fotograf: Jana Holtkampf
Zu sehen: Ralf aus Thüringen

Ralf aus Thüringen schätzte den Lohnunterschied auf rund 40 Prozent, und vermutet, dass die Lohndifferenz in den neuen Bundesländern höher ist. Er rät den Frauen, nicht aufzugeben und am Thema dran zu bleiben. Frauen sollten zum Thema Lohngleichheit aber nicht gegen die Männer kämpfen – sondern gemeinsam mit diesen!

Lena(15), Max(15) und Etienne(16) sehen die Gründe in der Lohnungleichheit vor allem darin, dass Frauen heutzutage immer noch nicht als gleichberechtigt angesehen werden. Man müsste viel mehr nach der Leistung eines Menschen gehen und nicht nach dem Geschlecht. Auch sollte die Vaterzeit mehr in den Fokus gestellt werden.

Equal pay Day, Herr Engelmann: alter Mann mit Tüte

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Fotograf: Jana Holtkamp
Zu sehen: Herr Engelmann

Herr Engelmann (87) sieht die Lohnunterschiede in den Handwerksberufen gerechtfertigt, da es in diesen auf die Körperkraft ankommt und Männer eben stärker sind. In Berufen, bei denen es jedoch hauptsächlich auf das Denken ankommt – wie beispielsweise im Managementbereich oder der Medizin – sei das niedrigere Einkommen nicht gerechtfertigt.

Equal Pay Day, Alina und Kim: Zwei Frauen mit roten Stofftaschen

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Zu sehen: Alina und Kim

Auch Alina (28) und Kim (22) sehen die Ursache der Lohnungleichheit darin, dass hauptsächlich Männer an der Macht seien. Ihr Vorschlag: Die Regierung müsse etwas tun, um etwas an der Situation zu ändern.

Equal Pay Day, Svenja: Frau mit Hund

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Fotograf: Jana Holtkamp
Zu sehen: Svenja

Svenja würde sich mit 25 Prozent mehr Lohn eine bessere Wohnung leisten. Was ihr netter Hund dazu meinte, ist uns leider verborgen geblieben…!

Equal Pay Day, Fünfergruppe, Hauffe: Gruppe im Gespräch

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Fotograf: Jana Holtkampf
Junge Frauen im Gespräch mit Ulrike Hauffe

Isabel, Mareike, Tatjana, Jana und Verena (zwischen 18 und 21 Jahre) schätzen den Unterschied auf 15 bis 20 Prozent. Dieser läge vor allem an Vorurteilen den Frauen gegenüber. Viele denken, Männer seien belastbarer und Frauen für die Kinder zuständig. Um etwas zu ändern, sollten viel mehr Frauen in höhere Positionen gebracht werden, um zu beobachten, ob die Betriebe nicht vielleicht sogar besser laufen würden. Eine Frauenquote könne hier sinnvoll sein. Auch in den Gewerkschaften müssten viel mehr Frauen vertreten sein.

Gefördert aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds

Logo und Schrift auf blauem Hintergrund

Europäischer Sozialfonds EFS
Quelle: http://www.esf.bremen.de/

 

Jana Holtkamp und Lana Warfia

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