Am 20.11. war Trans Day of Remembrance, oder kurz TDoR. Es ist der Tag an dem wir Opfern von Transfeindlichkeit gedenken und uns an sie erinnern. Es ist ein Tag der immensen Trauer und eine Erinnerung an den täglichen Kampf, der weitergeführt werden muss. Das Erinnern ist hierbei eine so wichtige und Überlebens notwendige Praxis und besteht andauernd. Besonders Trans Frauen werden immer wieder gewaltvoll aus der Geschichte gelöscht.
Während vor Allem schwarze Trans Frauen Pop Kultur massiv geprägt haben und immer noch prägen, werden die einzelnen gelebten Leben und Identitäten nicht berücksichtigt, sind kleine Fußnoten, werden vergessen, sind in keinen Archiven zu finden, es existieren nur daten unter „dead names“. Um dagegen zu wirken bedarf es an aktiver Recherche und Sichtbarmachung von Trans Frauen aus der Vergangenheit und natürlich ein Aktiver Kampf für die rechte der lebenden Trans Menschen.
Zwei Namen die jede* kennen sollte sind: Toni Ebel und Charlotte Charlaque.

GKW45 Trans, sozialistisch, jüdisch – zwei Freundinnen im 20. Jhd
Toni und Charlotte
Wir empfehlen heute die Podcast Folge :„Trans, sozialistisch, jüdisch – zwei Freundinnen im 20. Jhd“ vom Podcast “ Geschichte der kommenden Welten“.
Der Podcast wird gemacht von Indigo und Sina und behandelt Linke Geschichte. Es ist ein Podcast über Menschen die in ihrer Zeit für eine kommende Welt gekämpft haben. und zwei dieser Menschen sind Toni und Charlotte. Zwei Freundinnen im Berlin der 20er Jahre. Sie feiern, sie tanzen, sie leben. Berlin ist zu der Zeit noch eine Hochburg für Queere Menschen und Kultur. Toni und Charlotte finden hier nach einem Leben voller Transfeindlichkeit und sich selbst verstecken endlich einen sicheren Ort und einander. Sie gehören zu den ersten Transfrauen weltweit, die sich einer geschlechtsangleichenden OP unterzogen haben. Doch während all dem sind die Nazis auf dem Vormarsch und die beiden Frauen sind nicht nur Trans, sondern auch jüdisch und sozialistisch.
Sina und Indigo erzählen das Leben der beiden Frauen nach. Vom schwierigen Erwachsen-werden, gescheiterten Ehen, von Künstlerkarrieren, von Magnus Hirschfeld, Den Clubs in Berlin, vom Arbeiterlieder im Wohnzimmer singen während dem Hitler Faschismus, und der Flucht aus Deutschland. Es ist eine inspirierende Geschichte, die zum Kämpfen ermutigt aber auch zum Erinnern und Innehalten. Zum Trauern um All die Menschen, die zur gleichen Zeit gelebt haben und nicht frei als sie selbst leben konnten. Es ist unfassbar wie viel Geschichte in ein Menschenleben passt.
Toni und Charlotte haben die OPs in dem Institut von Magnus Hirschfeld durchführen lassen. Das Institut wurde früh schon von Nazis komplett zerstört. Es ist schwierig heute noch Archivmaterial zu finden.
Weitere Adressen zum Recherchieren sind:
Die Webseite, die an Toni Ebel erinnert:
und ein Buch über Charlotte Charlaque
Charlotte Charlaque – Hentrich & Hentrich Berlin – Verlag für jüdische Kultur und Zeit-Geschichte
Hannah P.



Schreibe einen Kommentar