Presse-Pott 02/01

Unsere Pressezusammenfassung der ersten Februarwoche

Istanbul-Konvention tritt in Kraft (Terre des Femmes)

Logo mit zwei Frauenprofilen

© frauenrechte.de

Am 01. Februar 2018 trat die Istanbul-Konvention auch in Deutschland in Kraft, nachdem sie von Bundestag und Bundesrat im November letzten Jahres ratifiziert worden war. Das Inkrafttreten der Konvention ist ein Meilenstein für die Umsetzung von Menschenrechten in Deutschland, insbesondere für Schutz und in der Unterstützung von Mädchen und Frauen vor geschlechtsspezifischer Gewalt.

Hintergrund:

Die Istanbul-Konvention, also das „Übereinkommen des Europarates zur Verhütung und Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen und häuslicher Gewalt“, wird von vielen PolitikerInnen und FrauenrechtlerInnen als Meilenstein gefeiert: Mit 12 Kapiteln und 80 Artikeln ist es das umfassendste Werk, das Frauen und Kinder vor Gewalt schützen soll. Es bestimmt erstmals rechtlich verbindliche gemeinsame Standards auf europäischer Ebene. Erstmalig ist auch die Verpflichtung der Vertragsstaaten, konkrete Maßnahmen zur Bekämpfung aller Formen von Gewalt an Frauen zu ergreifen. Die Maßnahmen sind unter anderem in den Bereichen Prävention, Betreuung und Hilfe, Rechtsschutz sowie in zivil- und strafrechtlichen Verfahren vorgesehen.

Die volle Pressemitteilung findet ihr unter http://bit.ly/2Eed410

„Null-Toleranz-Tag“ gegenüber weiblicher Genitalverstümmelung am 6. Februar (Terre des Femmes)

Zahl Betroffener fast verdreifacht: TERRE DES FEMMES fordert verpflichtende Vorsorgeuntersuchungen für alle Kinder auch an Genitalien.

Die Zahl von weiblicher Genitalverstümmelung betroffener Mädchen und Frauen hat sich innerhalb von knapp 20 Jahren fast verdreifacht. 2017 lebten mehr als 58.000 betroffene Frauen und mindestens 13.000 gefährdete Mädchen in Deutschland, 1998 waren es 21.000 Betroffene und 5.500 Gefährdete. Dies geht aus Hochrechnungen der Frauenrechtsorganisation hervor, die sie seit 1998 veröffentlicht.

Weibliche Genitalverstümmelung ist eine Menschenrechtsverletzung, unter deren gesundheitlichen und psychischen Folgen Betroffene ein Leben lang leiden. Probleme beim Urinieren, der Menstruation oder bei der Geburt von Kindern sowie beim Geschlechtsverkehr sind eine der zahlreichen Auswirkungen.

Die volle Pressemitteilung findet ihr unter http://bit.ly/2DQWXqD

100 Jahre Frauenwahlrecht: Elly Heuss-Knapp stärkte die Frauen

Logo-Elly-Heuss-Knapp-Stiftung, Müttergenesungswerk

© Elly-Heuss-Knapp-Stiftung

„Frauen werbt und wählt, jede Stimme zählt, jede Stimme wiegt, Frauenwille siegt!“ Mit diesem Slogan warb Elly Heuss-Knapp für die erste Wahl von Frauen nach Einführung des Frauenwahlrechts 1918. Zeit ihres Lebens war sie sozial und politisch engagiert und setzte sich v.a. für Frauen und Familien ein – gekrönt hat sie ihr Wirken viele Jahre später mit der Gründung des Müttergenesungswerks.

Am 25. Januar 1881, also vor 137 Jahren, wurde Elly Heuss-Knapp, Deutschlands erste First Lady, in Straßburg geboren. Noch während ihrer Studienzeit begann sie, politische Vorträge zu halten. Als Frauen 1919 das erste Mal wählen durften, engagierte sie sich im überparteilichen Ausschuss der Frauenverbände für die Wahlkampagne. In einem Brief an ihre Schwester schrieb sie: „Jetzt bin ich sehr an der Arbeit; Propaganda für die Frauenverbände Deutschlands. Fabrik von Flugblättern, Versen etc. […]. Für Ausübung des Wahlrechts aller Frauen“. Zudem ließ sie sich auch selbst als Kandidatin für die Wahl zur Nationalversammlung aufstellen.

Die volle Pressemitteilung findet ihr unter muettergenesungswerk.de

Zweiter Gender Award: Kommune mit Zukunft – Auszeichnung für vorbildliche Gleichstellungsarbeit in den Kommunen

Ab sofort können sich Kommunen aus ganz Deutschland für den Gender Award 2018 bewerben. Einzige Voraussetzung: Sie müssen besonders innovative Projekte, Maßnahmen und Aktivitäten in Sachen Gleichstellung für Frauen und Männer initiiert und dauerhaft umgesetzt haben. Dazu kommt in diesem Jahr der Schwerpunkt „Gesundheit für Frauen und Männer“.

Mit dieser Auszeichnung ehrt die Bundesarbeitsgemeinschaft kommunaler Frauenbüros und Gleichstellungsstellen mit Unterstützung des BMFSFJ kreative und erfolgreiche Frauen- und Gleichstellungspolitik. Das besondere Engagement von Kommunen wird so in den Fokus der Öffentlichkeit gerückt.

Bewerbungsschluss: 16. März 2018

Preisverleihung: 11. Juni 2018, im Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Berlin

Unterlagen Ausschreibungwww.frauenbeauftragte.org/2-gender-award-kommune-mit-zukunft

Der „Gender Award“ wird alle zwei Jahre verliehen. 2016 bewarben sich insgesamt 15 Kommunen um eine der begehrten Auszeichnungen. Preisträgerinnen waren: Freiburg, Köln, Herten, Osnabrück und der Landkreis Heidekreis.

Ansprechpartnerin:

Heike Gerstenberger
Gleichstellungsbeauftragte des Bezirksamt Pankow von Berlin
Tel.: 030/902952305
Mail: heike.gerstenberger@ba-pankow.berlin.de

Ausschreibung für Mädchenprojekte 2018: Was würdest du für Mädchen und junge Frauen tun?

filia unterstützt Projekte, die Mädchen stark machen, mit bis zu 5.000 €. 

Die Projekte sollen etwas dafür tun, dass Mädchen und junge Frauen frei von Gewalt leben können und dass sie in der Gesellschaft mitentscheiden. Die Projekte werden von Mädchen und/oder Frauen für Mädchen und junge Frauen gemacht. Bis zum 20. Februar 2018 nimmt filias Mädchenbeirat Anträge mit Ideen und Plänen für Projekte an. 

Alle Infos zur Ausschreibung findet ihr unter http://bit.ly/2EedGDQ

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