Presse-Pott 03/01

Unsere Pressezusammenfassung der ersten Märzwoche

Pinkstinks vergibt Pinken Pudel an Hornbach und Sparkasse

Zeichnung eines pinken Pudels

(c) pinkstinks germany

Im Hamburger Schanzenviertel verlieh die junge Protestorganisation Pinkstinks den ersten deutschen Positivpreis für progressive Werbung. Die Jury wählte Werbeanzeigen von Hornbach sowie der Sparkasse zu den Gewinnern des Pinken Pudels. 

An Hornbach ging die kleine, pinke Trophäe vorrangig für ihr Video „Niemand hat gesagt, dass es einfach wird“, in dem eine Frau mit einem Vorschlaghammer überholte Rollenanforderungen an Frauen zerschlägt. Zeitgleich würdigt die Jury Hornbachs Videos der vergangenen Jahre, in denen das Unternehmen mutig neue Geschlechterrollen zeigt. Die Sparkasse begeisterte die Jury mit einer männlichen Fee in einer bundesweiten Digitalwerbung. Die Fee wird in der Kampagne nicht ironisch oder satirisch kommentiert, es ist eine entspannte Darstellung eines Mannes in als traditionell weiblich gelesener Kleidung. „Beide Kampagnen sind in der Jetztzeit angekommen“, lobt Stevie Schmiedel die Agenturen Heimat (Hornbach) sowie Preuss und Preuss (Sparkasse). „Man merkt, dass Hornbach Ãœbung darin hat, ihre Baumarkt-Kunden zu verstehen und gleichzeitig mit ungesehenen Heldenfiguren herauszufordern. Das lässt sie mutiger denken und casten.“, urteilt Werbeprofi Sabine Cole. Missy-Chefin Lohaus freut sich: „Die Preisträger zeigen, dass mit progressive Geschlechterrollen kreative, emotionale und witzige Werbung entstehen kann.“

Von der Verleihung erhofft sich Pinkstinks eine Strahlwirkung in die mittelständische Werbung, die noch sehr viel mit Sexismus und überholten Geschlechtsrollenstereotypen arbeitet, wie ihr Projekt „Werbemelder.in“ täglich aufzeigt. Aber auch in der Mainstream-Werbung ist noch Raum für Fortschritt: Lediglich sechs Einsendungen für Positivbeispiele erhielt der Pinke Pudel, während die Werbemelder.in in der gleichen Zeit 1000 Einsendungen bekam.


Website Fachdialognetz für schwangere, geflüchtete Frauen – Eine Information des BMFSFJ

Im November 2016 startete das dreijährige Modellprojekt „Fachdialognetz für schwangere, geflüchtete Frauen“. Dabei handelt es sich um ein Modellprojekt des pro familia Bundesverbandes e. V., gefördert vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ). Das Projekt zielt auf die Vernetzung der Fachangebote für schwangere, geflüchtete Frauen. Die primäre Zielgruppe, die durch das Angebot erreicht werden soll, sind die Fachkräfte: Im Mittelpunkt steht der Dialog und die Zusammenarbeit von institutionellen Akteuren, Fachkräften und Migrantenorganisationen, die im Bereich der Hilfe und Unterstützung von und mit geflüchteten, schwangeren Frauen arbeiten (z.B. Krankenhäuser, Hebammen, Beratungsstellen, Migrationsdienste, Jugendhilfe, öffentlicher Gesundheitsdienst). So können die Maßnahmen zur Stärkung der sexuellen und reproduktiven Gesundheit und Rechte von schwangeren, geflüchteten Frauen aufeinander abgestimmt und die vorhandenen Potentiale besser genutzt werden. Insbesondere die aufgebaute Datenbank, die einen aktuellen Überblick über Angebote und Maßnahmen für Menschen bietet, die mit schwangeren, geflüchteten Frauen arbeiten, zeigt: Vernetzung ist auch trägerübergreifend möglich. Ich möchte Ihnen die gelungene Website mit folgendem Link gern zur Kenntnis übermitteln http://www.fachdialognetz.de/start/.

Bei Fragen wenden Sie sich bitte an das im BMFSFJ zuständige Fachreferat (413@bmfsfj.bund.de).


Handys recyceln für den guten Zweck: Sammelboxen in den Finanzämtern aufgestellt

Hand mit Smartphone

(c) Barckhausen

Die Freude über das neue Gerät ist groß, das alte Handy oder Smartphone landet erst einmal in einer Schublade – und dort wird es vergessen. Viele Handys und Smartphones liegen ungenutzt in solchen Schubladen, weil sie entweder durch neuere Modelle ersetzt wurden oder defekt sind. Mit diesen gebrauchten Geräten lässt sich aber noch viel Gutes tun: Durch umweltgerechtes Recycling kann die Nutzungsdauer von Handys und Smartphones verlängert werden, wertvolle Ressourcen wie Edelmetalle bleiben erhalten und zudem wird ein wichtiger Beitrag zur Kreislaufwirtschaft geleistet.

Seit Februar 2018 beteiligt sich auch die Senatorin für Finanzen an einer solchen Handysammelaktion. Wer das Haus des Reichs besucht, hat dort die Möglichkeit, eben jene alten Geräte zu entsorgen.

Karoline Linnert, Senatorin für Finanzen, freut sich, dass auch ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nun die Möglichkeit haben, ihre alten Geräte einfach bei der Arbeitsstelle abzugeben. „Durch umweltgerechtes, hochwertiges Recycling und die Weiternutzung von gebrauchten Handys und Smartphones können wertvolle Ressourcen wiedergewonnen und die Mobilgeräte länger genutzt werden. Dies verbessert die Ökobilanz der mobilen Endgeräte erheblich“, so Linnert.

Die Sammelboxen befinden sich im Haus des Reichs beim Pförtner auf dem Rövekamp, in der zentralen Informations- und Annahmestelle (ZIA) im Zimmer 100, im Finanzamt Bremen, Außenstelle Vegesack, in der dortigen ZIA sowie in der ZIA des Finanzamtes Bremerhaven. Mit den gespendeten Altgeräten werden Projekte aus den Bereichen Bildung sowie Umwelt- und Naturschutz unterstützt.


Sexismus hat auch im Stadion nichts zu suchen!

FC St. Pauli und Pinkstinks entwickeln Regelwerk für sexismusfreie Kommunikation

Der FC St. Pauli bringt in Zusammenarbeit mit der Protestorganisation Pinkstinks ein Regelwerk gegen Sexismus im Stadion heraus. Die Broschüre richtet sich in erster Linie an Werbepartner und Sponsoren des Vereins und definiert Merkmale sexistischer Werbung. Gleichzeitig ist die Initiative auch eine Selbstverpflichtung, als Sportverein in Zukunft noch klarer und konsequenter für eine bunte, tolerante Welt einzustehen. Damit ist der FC St. Pauli der erste Verein Deutschlands, der mithilfe einer klaren Richtlinie sexistischer Diskriminierung auch im Bereich der Vermarktung die rote Karte zeigt.

Die Richtlinie umfasst drei klare und leicht verständliche Kriterien, die in der Broschüre erläutert und durch konkrete Beispiele greifbar gemacht werden. Aus dem Stadion verbannt wird zukünftig Werbung, die Menschen als sexuelle Gebrauchsgegenstände darstellt, Menschen aufgrund ihres Geschlechtes bestimmte Rollen zuordnet oder ein generelles geschlechtsbezogenes Über-/ Unterordnungsverhältnis darstellt. Entwickelt wurden die Kriterien von der Pinkstinks-Aktivistin und Juristin Dr. Berit Völzmann, die hierfür den Marie-Elisabeth-Lüders-Preis 2015 des deutschen Juristinnenbundes erhalten hat.

„Wir freuen uns sehr, für dieses Projekt nicht nur Pinkstinks gewonnen zu haben, sondern mit dem Fanladen und unserem Aktionsbündnis gegen Sexismus und Homophobie auch die aktive Fanszene“, erklärt Präsident Oke Göttlich. „Uns als

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