Heute starten die Ethnografischen Filmtage!

Zum zwölften Mal lädt das Institut für Ethnologie und Kulturwissenschaft der Universität Bremen zu den Ethnografischen Filmtagen Bremen ein. Präsentiert werden dreizehn aktuelle und internationale Produktionen aus dem Bereich des ethnografischen Films. Das Festival wird im Rahmen eines Seminars von Studierenden des Studiengangs Kulturwissenschaft organisiert und richtet sich nicht nur an Fachleute, sondern ganz bewusst an alle film- und kulturinteressierten Bremer*innen.
Die diesjährige Filmauswahl spannt einen weiten erzählerischen Bogen und beleuchtet kulturelle und gesellschaftliche Phänomene aus unterschiedlichen Regionen der Erde. Von Filmen über die Auseinandersetzung mit kolonialer Geschichte, über soziale Ausgrenzung im urbanen Raum, bis hin zu persönlichen Erinnerungs- und Herkunftsfragen. Ein besonderer thematischer Fokus des diesjährigen Festivals liegt am zweiten und dritten Tag auf dem Thema Ecologies and Futures angesichts der vom Menschen verursachten Auswirkungen auf Umwelt und Klima. An drei Abenden bietet das Festival spannende Einblicke in globale Lebenswelten und lädt dazu ein, sich auf inspirierende, nachdenkliche und mitreißende filmische Erzählungen einzulassen.
Highlights aus drei Tagen Filmfest
Der Festivalauftakt am Dienstag, dem 20.01.2026, gehört den Filmen der Studierenden, die mit vielfältigen Perspektiven die Filmtage eröffnen. Dazu gehört der Blick auf soziale Ungleichheiten in Bildung, Inklusion im öffentlichen Raum und die Frage nach der politischen Gegenwart und Zugehörigkeit.
Am Mittwoch, den 21.01.2026, widmet sich das Programm insbesondere dem Schwerpunkt Ecologies and Futures, unter dem an diesem Tag drei Filme laufen, die das Thema auf unterschiedliche Weise beleuchten und sich mit Sandabbau in Sierra Leone, den ältesten Baum Athens und Naturgeistern und Umweltzerstörung in der Mongolei beschäftigen. Die zwei weiteren Filme an dem Tag thematisieren kulturellen Widerstand in der kurdischen Stadt Diyarbakir und die Arbeit von Bestatter*innen in Vietnam.
Den feierlichen Abschluss bildet der Gastabend im Kino City 46, am Donnerstag, den 22.01.2026. Unter dem Special Focus wird hier der Film „Empathy for Concrete Things“ gezeigt, der sich mit Erfahrungen im Leben und Arbeiten in Beton Plattenbauten aus der Sowjetzeit beschäftigt. Anschließend wird der Film „Bride of Aravan“, der die Protagonistin während eines Transgender-Festivals in Südindien begleitet.
Platz für Diskussionen und Austausch
Auch in diesem Jahr werden zahlreiche Filmemacher*innen zu den Ethnografischen Filmtagen nach Bremen reisen, um im Anschluss an die Vorführungen mit dem Publikum ins Gespräch zu kommen und Fragen zu ihren Arbeiten zu beantworten. Gäste, die nicht persönlich teilnehmen können, werden digital zugeschaltet und stehen ebenfalls für Gespräche und Diskussionen zur Verfügung. Aktuelle Informationen erscheinen kurzfristig auf der Website.
Alle Informationen auf einen Blick
20. und 21. Januar: jeweils 18 Uhr im Kleinen Hörsaal (HS 1010) der Universität Bremen (Eintritt frei)
22. Januar: 20 Uhr, Kino City 46, Birkenstraße 1, 28195 Bremen (Eintritt 10 Euro, ermäßigt 5 Euro)
Sie möchten die Ethnografischen Filmtage besuchen oder haben Interesse an einem Interview? Gerne stellen wir den Kontakt zu den Filmemacher*innen oder den Organisierenden der Filmtage her. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an: filmtage@uni-bremen.de.
Pressemitteilung Institut für Ethnologie und Kulturwissenschaft



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