Sie haben es nicht geschafft (Biene Alwine)

Mein kleiner Ableger hat leider seinen Geist aufgegeben. Schon vor einer Woche lagen viele tote Bienen auf dem Bodengitter – das ist zwar über den Winter normal, aber die Menge im Verhältnis zu dem kleinen Volk war schon bedenklich.

Tote Bienen auf dem Boden des Bienenstocks

Ein Blick von oben in den Bienenstock – kein Leben mehr weit und breit

Nun haben wir kurz in alle unsere Völker geschaut, denn wichtig ist, dass noch genug Futter in den Waben vorhanden ist, vor allem angesichts des Wintereinbruchs. Unserem Imkerpaten ist bereits ein Volk verhungert. Bei einem kurzen Blick ins Innere des Bienenstocks waren konnten wir sehen, dass die beiden älteren Völker gut versorgt waren. Sie sitzen eng zu einer Kugel zusammengekuschelt und so fressen sie sich nach und nach durch ihre Futterwaben. Auch wenn es draußen eisekalt ist, bleibt es im Inneren der Kugel immer 25 bis 30 Grad warm. Die Bienen zittern sich sozusagen warm, und damit die außen sitzenden nicht sterben, dürfen sie sich innen aufwärmen, indem immer umgeschichtet wird. Das hat mich an die Filme über die Pinguine im antarktischen Winter erinnert, ich glaube, die machen es genauso!

Bienenwabe mit Fitterresten und toten Bienen

Nur noch traurige Reste vom Bienenvolk

Aber mein kleines Völkchen konnte wohl die Temperatur nicht halten und ist erfroren. Denn Futter war noch genügend vorhanden. Die Ursachen können vielfältig sein, wie überall zu lesen ist – wie Pestizide, Monokulturen mit wenig Nahrungsangebot, die Varroa-Milbe. Aber in unserem Umfeld sind die Bedingungen für Bienen eigentlich gut, fast besser als auf dem Land. So ein Verlust passiert aber immer mal wieder, auch erfahrenen Imkern. Sie sagen, dass so ein „Schwächling“ auch im Frühjahr weiterhin keine guten Karten hätte, selbst wenn er den Winter überlebt. Dann wird das Volk mit einem anderen zusammengelegt zu einem kräftigen.

Natürlich war ich traurig, aber nachdem im Herbst das Volk nicht recht gewachsen war und ja auch offenbar ausgeräubert wurde, war ich schon ein bisschen darauf eingestellt. Ja, nun muss ich demnächst alles saubermachen, die Waben ausschneiden und bis zum Frühjahr warten, damit ich wieder anfange mit einem neuen Ableger. Aber das will ich auf jeden Fall!

Mehr von Biene Alwine gibt es unter frauenseiten.bremen.de/biene-alwine

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  1 comment for “Sie haben es nicht geschafft (Biene Alwine)

  1. Heidemarie
    31. März 2018 at 18:43

    Liebe Biene Alwine, mein herzliches Beileid zu dem Verlust Deines kleinen Völkchens. Mach bitte wieder einen neuen Anfang. Ich freue mich schon auf die Bienen-Geschichten. Bisher habe ich viel über die fleißigen Honigsammler von Dir gelernt.

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