Mehr Frauen in Leitungspositionen

Finanzressort veröffentlicht Bericht zur Umsetzung des Landesgleichstellungs-gesetzes (LGG)

Vor fast genau 26 Jahren wurde das Landesgleichstellungsgesetz beschlossen. „Seitdem hat sich viel getan. Der positive Trend der letzten Jahre setzt sich weiter fort. Die Frauenförderung zeigt Wirkung“, erklärt Finanzsenatorin Karoline Linnert mit Blick auf den heute (25. Oktober 2016) vom Senat beschlossenen Bericht zur Umsetzung des Landesgleichstellungsgesetzes. Sie betont: „Ich freue mich besonders, dass der Anteil von Frauen in Führungspositionen stetig steigt und Frauen in klassisch männerdominierten Bereichen, beispielsweise der Polizei, zunehmend vertreten sind. Das Thema Gleichstellung wird uns auch in den nächsten Jahren weiter beschäftigen.“ Der Bericht zur Umsetzung des Landesgleichstellungsgesetzes (LGG) umfasst umfangreiche Informationen zur Beschäftigungsstruktur der Jahre 2012 und 2014. Erfasst werden die Dienststellen des Landes sowie der Stadtgemeinden Bremen und Bremerhaven, die Eigenbetriebe, Sonderhaushalte und sonstige öffentliche Körperschaften, Anstalten und Stiftungen öffentlichen Rechts. Die bremischen Mehrheitsgesellschaften werden ebenfalls berücksichtigt.

Zentrale Daten des Berichts (ohne Mehrheitsgesellschaften):

  • Der Frauenanteil an den Beschäftigten hat sich von 55,1 Prozent in 2010 auf 57 Prozent in 2014 erhöht. Das hat zwei Gründe: Einerseits beenden ältere Jahrgänge, in denen Männer deutlich stärker als Frauen vertreten sind, ihr Berufsleben. Andererseits hat sich die Einstellungspraxis zugunsten der Beschäftigung von Frauen verändert. 2014 wurden 61 Prozent der Stellen mit Frauen besetzt.
  • 2014 betrug der Frauenanteil in den Leitungsfunktionen 40,1 Prozent. Im Vergleich zum Jahr 2010 mit 37,3 Prozent ein deutlicher Anstieg
  • In männerdominierten Personalgruppen wie bei der Polizei (2010: 20,2 Prozent, 2012: 21,8 Prozent, 2014: 23,8 Prozent) und dem technischen Personal (2010: 31,1 Prozent, 2012: 31,5 Prozent, 2014: 33,7 Prozent), steigt der Frauenanteil langsam, aber stetig an. In frauendominierten Personalgruppen wie bei den RaumpflegerInnen und dem Küchenhilfspersonal (2010: 98,6 Prozent, 2012: 98 Prozent, 2014: 97,7 Prozent) sind die Männeranteile nur leicht gestiegen. Nahezu unverändert sind die Frauenanteile beim Personal der Feuerwehr (2010: 2,7 Prozent, 2012: 3,3 Prozent, 2014: 3,2 Prozent), des Strafvollzugs (2010: 21,2 Prozent, 2012: 21,6 Prozent, 2014: 21,4 Prozent) und der Forschung (2010: 42,9 Prozent, 2012: 42,2 Prozent, 2014: 42,7 Prozent).
  • Die weiblichen Beschäftigten werden durchschnittlich rund eine Stufe niedriger entlohnt als männlich Beschäftigte. Das liegt unter anderem an der großen Zahl von Frauen beim Sozial-, Erziehungs- und Betreuungspersonal sowie in der Raumpflege.
  • Teilzeitarbeit nehmen weitaus mehr Frauen als Männer in Anspruch: 12,7 Prozent der männlichen Beschäftigten arbeiten 2014 Teilzeit und 52,2 Prozent der weiblich Beschäftigten. Generell gilt aber auch weiterhin: Der Anteil der Teilzeit arbeitenden Männer steigt, je höher die Laufbahngruppe ist. Genau umgekehrt ist das Bild bei den weiblichen Beschäftigten: Mit steigender Laufbahngruppe sinkt der Anteil Teilzeit arbeitender Frauen.
  • Bei den Auszubildenden liegt der Frauenanteil 2014 bei 58,5 Prozent. (2010: 57,8 Prozent).

Zentrale Daten des Berichts (ohne Mehrheitsgesellschaften):

  • Der von Anfang an hohe Frauenanteil der Beschäftigten in den Mehrheitsgesellschaften hat sich von 69,5 Prozent in 2010 auf 72,5 Prozent in 2014 erhöht.
  • Der Frauenanteil in Leitungsfunktionen beträgt 2014 48,1 Prozent, was hauptsachlich auf Leitungskräfte im Krankenhauspflegepersonal der Kliniken zurückzuführen ist.
  • Gut ein Drittel der Frauen in leitender Position arbeiten in Teilzeit, männliche Führungskräfte nur zu einem Zehntel.

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