Frau der Woche (und Filmtipp): Marie Curie

Der Name Marie Curie ist gleichbedeutend mit den großen Errungenschaften der Physik und Chemie des 20. Jahrhunderts. Als einzige Frau erhielt Marie Curie zwei Nobelpreise, einen für Chemie, einen für Physik. Über das Leben dieser spannenden Frau lief am 01. Dezember ein Film an. Zum Kinostart von „Marie Curie“ wollen wir euch die enigmatische Forscherin ein wenig näher vorstellen.

Pierre und MArie Curie im Labor, schwarz-weiß

Pierre und Marie Curie
(c) Wikimedia Commons

Wer war Marie Curie?

Marie Curies Leben beginnt 1867als Marie Skłodowska im damaligen Polen. Ihre Kindheit ist geprägt von ihrer distanzierten, da kranken, Mutter und Maries Streben in allen schulischen Bereichen. Erst arbeitet sie als Kindermädchen, um ihrer Schwester ein Studium zu finanzieren und später arbeitet ihre Schwester, damit Marie in Paris studieren kann. Sie schließt ebenfalls als eine der besten ihr Studium der Physik ab und lernt durch einen Kollegen ihren späteren Mann Pierre Curie kennen, den sie 1895 auch heiratet. Gemeinsam forschen die Curies an Strahlenphysik und entdecken zwei neue Elemente: Radium sowie das nach Maries Heimat benanntem Polonium, beides radioaktive Stoffe. Schon zu dieser Zeit zeigt Marie Curie erste Anzeichen von Strahlenkrankheit aufgrund ihrer Arbeit mit radioaktivem Material. 1903 werden Marie und Pierre Curie sowie Henri Becquerel der Nobelpreis für Physik verliehen.

Privates und Professionelles

Pierre Curie verstirbt in Folge eines Verkehrsunfalls im Jahr 1906. Der Verlust ihres Mannes setzt Marie Curie erst schwer zu. An der renommierten Sorbonne in Paris übernimmt sie schließlich Pierres Lehrstuhl und setzt ihre Forschungsarbeit fort. Mit Paul Langevin, Pierres Schüler, hat sie später eine Affäre, worauf sich die Presse mit Begeisterung stürzt. Während Langevin sich 1911 von seiner Frau scheiden lässt, wird Curie in mehreren Zeitungen diffamiert. Es wird ebenfalls mit der Veröffentlichung privater Briefe gedroht. Curies Teilnahme als einzige Frau an der renommierten Solvay-Konferenz, einer der ersten Konferenzen der großen Physiker*innen ihrer Zeit, interessiert dagegen niemanden. Viele ihrer männlichen Kollegen sowie Pierres Bruder verteidigen sie. Fast als würde sie den Gerüchten trotzen, nimmt sie gegen Ende 1911 ihren zweiten Nobelpreis entgegen, dieses Mal als einzige Trägerin. Sie war die erste Person, der zwei Nobelpreise verliehen wurde. Die einzige weibliche zweifache Preisträgerin ist sie bis heute.

Auf der Leinwand

Die Arbeit mit radioaktivem Material ist schließlich auch die Todesursache für Marie Curie: Sie stirbt 1934 an einer Knochenmarkserkrankung. Ihre Begabung gibt sie jedoch scheinbar weiter. Ihre Tochter Irène wird einmal selbst Forscherin und erhält ebenfalls den Nobelpreis für Chemie gemeinsam mit ihrem Ehemann, ein Jahr nach Maries Tod. Beide forschten ebenfalls an Radium. Die Verfilmung von Marie Curies Leben scheint mehrere wichtige Punkte ihres Lebens zu erfassen: Die Arbeit mit ihrem Ehemann, ihre Anerkennung in der sonst so männlich dominierten Physik und auch ihre Beziehung zu Paul Langevin. Genug Stoff für eine spannende Verfilmung bietet das Leben dieser talentierten Forscherin allemal!

Kim Hofschröer

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