5 Frauen – 5 Fragen: Kirsten Kappert-Gonther

Dr. Kirsten Kappert-Gonther, Die GRÜNEN

Politikerin mit blonden Haren und roter Jacke

© Kirsten Kappert-Gonther

Kirsten Kappert-Gonther stammt gebürtig aus Marburg an der Lahn, zog später mit ihrer Familie nach Bochum. Im Alter von 17 Jahren beteiligte sie sich zum ersten Mal an der Organisation einer Demo gegen die Nachrüstungen. Seither traf man sie immer wieder auf unzähligen Demonstrationen für den Frieden an. Mit 19 kehrte sie zurück nach Marburg, studierte dort Humanmedizin und schloss mit einer Promotion ab. Seit 2005 leitet sie eine eigene Praxis für Psychotherapie in Bremen. Kirsten Kappert-Gonther ist verheiratet und hat zwei Kinder. Die heute 51-jährige ist seit 32 Jahren Vegetarierin, sie kocht und tanzt gerne. Mitglied der Bremischen Bürgerschaft ist sie seit 2011, ihr politischer Schwerpunkt ist vor allem die Gesundheitspolitik, ebenso wie die Kultur- und Religionspolitik.

Unsere 5 Fragen an Frau Kappert-Gonther:

1. Welche 5 Wörter beschreiben Sie am besten?

„Gemeinsinn, Respekt, Ärztin, Mama, feministisch“

2. Wer ist Ihr ganz persönliches Vorbild?

„Ich habe riesigen Respekt vor all den Künstler*innen, die ihre Seelen auswringen, um uns ihre Sicht auf die Welt zur Verfügung zu stellen.“

3. Was möchten Sie speziell frauen*politisch erreichen?

„Ich will, dass sich die Lohnschere zwischen Männern und Frauen schließt. Es ist ein Unding, dass im Jahr 2017 Frauen immer noch deutlich weniger verdienen als Männer. Wir brauchen endlich eine Aufwertung der Fürsorge-Berufe in Erziehung und Pflege – durch bessere Löhne, bessere Arbeitsbedingungen und mehr Anerkennung. Dafür müssen Personalmindeststandards im Krankenhaus und in Pflegeeinrichtungen gesetzlich verankert werden.“

4. Was verstehen Sie unter Gleichstellungspolitik?

„Chancen dürfen nicht vom Geschlecht abhängig sein. Ich mache mich stark für eine radikale Gleichberechtigung, weil alles andere Diskriminierung ist.“

5. Wieso sollten Frauen* Ihnen ihre Stimme geben?

„Ich werbe für beide Stimmen grün. Die Zweitstimme, also die für meine grüne Partei, ist für mich die entscheidende Stimme. Nur ein starkes grünes Zweitstimmen-Ergebnis wird dazu führen, dass ich für Bremen nach Berlin in den Bundestag gehen kann. Für Bremen ist eine starke grüne Stimme im Bund notwendig. Ich stehe klar für Klimaschutz – für 100% erneuerbarer Energie und raus aus der Kohle, für den Ausstieg aus der Massentierhaltung, für eine konsequente Verkehrswende. Außerdem für mein Herzensthema: Gerechte Gesundheitsversorgung und bessere Qualität in der Pflege – für die Pflegenden und die die Pflege benötigen. Und last but not least für eine klare feministische Haltung in allen Politikfeldern.“

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