Arbeiterkind.de auf der Aktivoli

Die Freiwilligenbörse Aktivoli – der größte Treffpunkt für alle, die sich engagieren wollen.

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© Presse, Aktivoli

Am 18. Februar findet die Freiwilligenbörse Aktivoli im Bremer Rathaus statt. Von 11 bis 17 Uhr können hier alle Bremerinnen und Bremer fündig werden, die sich engagieren wollen, aber noch nicht wissen, wo und wie. Ungefähr 2.000 Menschen kommen zu jeder Aktivoli ins Rathaus – durchschnittlich etwa 500 von ihnen finden gleich vor Ort das passende Ehrenamt.

Arbeiterkind.de, Junge Frau in rotem T-Shirt mit der Aufschrift "Für alle, die als erste in ihrer Familie studieren"

(c) Heiner Brünjes

70 Vereine und Organisationen informieren in diesem Jahr an ihren Ständen über Engagement-Möglichkeiten. Ein buntes Bild: Mit dabei sind unter anderem Vereine, die sich um Patenschaften für Kinder bemühen, NGOs, ein Jugendtheater, Organisationen aus der Seniorenhilfe und dem Katastrophenschutz – und eine Zirkusschule.

Arbeiterkinder an die Hochschulen bringen

Einer der Aktivoli-Gäste ist die Initiative Arbeiterkind.de, ein Netzwerk, das Schülerinnen und Schüler mit Eltern ohne Hochschulerfahrung ermutigt, als Erste in ihrer Familie zu studieren. Die Initiative feiert im Mai dieses Jahres ihr zehnjähriges Bestehen.

Portrait einer jungen Frau

(c) Heiner Brünjes

Stefanie Möncke ist ehrenamtlich bei Arbeiterkind.de tätig. „Mein erlernter Beruf als Arzthelferin machte mich auf Dauer nicht zufrieden, daher holte ich das Abitur an einem Abendgymnasium nach, um zu studieren“, erzählt sie. „Das bedeutete, den eingeschlagenen Weg zu verlassen und den Pfad in eine unklare Zukunft zu betreten – und vor allem ein finanzielles Risiko einzugehen. In meiner Familie fand ich dafür zu Beginn nur bedingt Verständnis, da niemand eine Vorstellung davon hatte, was es heißt zu studieren.“ Heute arbeitet Stefanie Möncke als Lehrkraft für Vorkurse an einer Bremer Grundschule und schreibt derzeit an ihrem Masterabschluss.

Junge Frau mit Stift in der Hand

(c) privat

Die Freiwilligen, die sich bei Arbeiterkind.de engagieren, wollen solche Erfahrungen weitergeben, um andere zu ermutigen, aus ausgetretenen Pfaden auszubrechen. Zum Beispiel besuchen sie Schulen und berichten meist im Team vor Schulklassen von ihrem individuellen Bildungsweg. Auch Stefanie erzählt dann von erlebten Höhen und Tiefen und beantwortet alle Fragen der Jugendlichen rund ums Studieren. „Ich finde es toll zu erleben, wenn Schülerinnen und Schüler dazu ermutigt werden, sich eigene Ziele zu setzen und für sich neue Wege entdecken“, sagt sie.

Und Bedarf an Freiwilligen besteht immer, bei Arbeiterkind.de wie bei allen anderen Initiativen und Organisationen, die am 18. Februar ihren Stand im Rathaus aufbauen. „Mit der Teilnahme an der Aktivoli hoffen wir auf ein interessiertes Publikum und vielleicht neue Ehrenamtliche für unsere Bremer Gruppe.“

Benjamin Moldenhauer

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