Videos zum langen Wochenende #369: „Worum geht’s am 1. Mai, Laura Pooth?“(Podcastfolge)

Diesen Freitag ist der 1. Mai – der Tag der Arbeit. Bundesweit gilt er als Feiertag. Dabei ist er vor allem ein Kampftag der Arbeiter*innen, welcher seine Ursprünge im 19. Jahrhundert findet.
Das Datum verweist auf die den Haymarket-Protest in Chicago, welcher vom 01. bis zum 04.Mai 1886 anhielt. Von unterschiedlichen Gewerkschaften organisiert, verfolgten sie ein gemeinsames Ziel: Den 8-Stunden-Tag.
Dieses Ziel gilt es heute wieder zu verteidigen. In dem Podcast Friedrichs Flaschenpost äußert sich die Vorsitzende der DGB-Nord, Laura Pooth, zu den Forderungen der Gewerkschaften im Jahr 2026. Ganz oben auf der Liste der Forderungen: Mit Macht für die acht.
Der Slogan bezieht sich auf die Absicherung des 8-Stunden-Tages für Arbeitnehmer*innen; denn derzeit ist eine Ausweitung der täglichen Arbeitszeiten vermehrt in Diskussion. Besonders in Branchen, in denen schwere körperliche Arbeit verrichtet wird, ist das unvorstellbar, so Laura Pooth.
Weiter noch werden in der Podcast-Folge Themen wie die Gesundheits- und Rentenabsicherung, der Schutz des Sozialsystems und die Steuerpolitik verhandelt. Wenn ihr dazu mehr wissen wollt, hört hier bei Friedrichs Flaschenpost rein!
Bonus-Videoempfehlungen: Stolz & Eigensinn (Dokumentarfilm)

Weil dieses Wochenende lang ist, gibt es hier noch eine Bonus-Videoempfehlung:
Wie schnell Arbeitsrechte geändert werden können, zeigt der Dokumentarfilm Stolz und Eigensinn aus dem Jahr 2025. Der Film porträtiert Arbeiterinnen aus den Industriebranchen der ehemaligen DDR.
Die Frauen schauen sich Interviewauszüge von sich selbst an. Die Aufnahmen stammen aus den 90ern – damit befinden sie sich inmitten der zweiten großen Entlassungswelle nach der Wende. Damals wie auch heute besprechen die Frauen, wie sie nach der Wende systematisch aus der Arbeitswelt gedrängt wurden:
„Die Frau gehörte wieder an den Herd (…). Also, wenn irgendwo entlassen wurde, dann waren es die Frauen, die zuerst gehen mussten.“ (1:40:19 – 1:41:00)
„Aber irgendwie versuchen sie doch, die Frauen ganz unten zu halten. Das Privileg des Weiterbildens (…) und des Bestimmens (…) gehört wahrscheinlich den Männern. Warum? Wir Frauen haben bis jetzt das gleiche geleistet.“ (1:14:49 – 1:15:16)
Eindrucksvoll lässt der Film die bisher ungehörten Stimmen von Arbeiterinnen der DDR sprechen. Hier findet ihr zu dem Dokumentarfilm.
Wenn ihr euch für den Kampftag warm machen wollt, findet ihr hier unsere Arbeiter*innen-Kampftag-Playlist! Wir wünschen allen Arbeiter*innen einen guten und erfolgreichen Kampftag!
Sara Haertel



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