Frau der Woche – Anke Fischer

Sie ist Autorin, Schreibcoach und Dozentin. Die geborene Meißnerin Anke Fischer zeigt, was Frau alles kann. Sie veröffentlicht nicht nur Bücher, sondern unterstützt auch neue Autorinnen in Workshops und bei Schreibcoachings.

So fing alles an

Anke Fischer studierte Public Relations in München zur PR-Fachwirtin und Phytopathologie in Halle. Außerdem belegte sie Kurse zu Journalismus und Drehbuchschreiben und ließ sich anschließend als Seminarleiterin für Kreatives Schreiben in Berlin ausbilden. In Bremen kam dann die Weiterbildung zur Social-Media-PR-Managerin.

Seit 2001 berät und betreut Anke Fischer Kultureinrichtungen, Veranstaltungen und Vereine in Bayern und Bremen. Dabei ist sie im Bereich von Konzertmanagement, Marketing und PR sowie Social-Media tätig. So auch für den Verein „realtime-Forum Neue Musik“, der in Bremen Konzerte und Festivals organisiert und mit Musik füllt.

Anke FIscher SchwarzWeiß

(c)Thomas Stuck – Anke Fischer

Seit 2003 veröffentlicht Anke Fischer zahlreiche Sachbücher unter ihrem Klarnamen, aber auch einige Werke unter Pseudonymen. Darunter fallen Bücher wie „Der Pflanzenführer“, aber auch „Die Kunst des Kriegs“ und „Mentale, emotionale und körperliche Fitness“. Die Bandbreite ist also groß und mit ihrer Erfahrung greift sie auch anderen Schreibbegeisterten unter die Arme.

Als Dozentin lehrte sie bereits in Potsdam, Hannover, Cloppenburg, Ibbenbüren und Bremen. Letztlich verschlug es sie jedoch dauerhaft nach Bremen. Dort ist sie seit 2013 mit einem Lehrauftrag an der Uni Bremen und wandert mit ihren Studierenden unter dem Thema „Kunst und Kreatives Schreiben“ durch Bremer Museen, Ausstellungen und Ateliers. Von Mitte 2017 bis Mitte 2018 übernahm sie den Lehrauftrag des „Bremer Literaturkontors“ und schrieb mit ihren Studierenden zu Kunst. In Kooperation mit der Weserburg konnten so einige Kunstwerke noch einmal von einer ganz neuen Seite beleuchtet werden.

Geschichten über Menschen

Auch ich lernte Anke Fischer in so einem Seminar kennen und war beeindruckt. Von Kitsch hält sie wenig, dafür aber von ungewöhnlichen Geschichten und echten Gefühlen. Jede Woche haben wir uns von einem Kunstwerk mit einer neuen Aufgabe inspirieren lassen. Am Ende durften wir vorlesen. Denn nur wer seine Werke präsentiert, kann dafür auch Anerkennung bekommen. Eine Aufgabe fand ich damals ganz besonders toll. Geschlechtertausch. Schreibt aus der Sicht des anderen Geschlechts. Und dann sitzt man da und fragt sich, was genau denn die (in meinem Fall) männliche Sicht ausmacht. Das Ende vom Lied war irgendwie schön. Keine*r von uns war in ein Klischee verfallen, hatte von Schminken geschrieben oder prolligem Auftreten. Letztlich ging es in jeder Geschichte einfach nur um einen Menschen. Nicht einmal zwingend erkennbar, welches Geschlecht dieser Mensch hat. Ein Denken, für das man in der Gesellschaft noch viel zu oft kämpfen muss.

Anke Fischer

(c)Alex Bühring – Anke Fischer

Aber auch außerhalb der Uni gibt Anke Fischer Schreibkurse. In Workshops und Schreibwerkstätten können Jung, Alt und jede*r dazwischen ihrer Kreativität freien Raum lassen. Dafür geht es häufig als Inspiration ins Museum. So zum Beispiel auch zu der Ausstellung von „Andrea Bowers“. Die Künstlerin beschäftigt sich in ihrer Ausstellung auch mit Frauenrechten, dem Recht auf Abtreibung und der #MeToo-Bewegung.
Für mich persönlich ist Anke Fischer ein riesiges Vorbild. Nicht nur, dass sie ihren eigenen Weg geht, sie zeigt vor allem (aber nicht nur) jungen Frauen, was man schriftlich alles erzählen kann. Mir persönlich hat sie damit geholfen, mir selbst ein Stück näher zu kommen und mich mit meinen Werken mehr zu trauen. Und genau das sollten Frauen tun. Sich gegenseitig unterstützen und sich trauen!

Jana Knösel

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