Unsere Frau der Woche: Rihanna

Robyn Fenty. Kaum jemand kennt die 31-jährige unter diesem Namen. Unter ihrem Künstlernamen Rihanna kennt sie die halbe Welt. Die Sängerin gehört zu den erfolgreichsten internationalen Künstler*innen. 2019 erklärte sie das „Forbes Magazine“  zur reichsten Musikerin weltweit. Langweiliges Popsternchen? Weit gefehlt. Sie ist Businessfrau und setzt sich in Sachen Vielfalt für Frauen ein.

Rihannas Vergangenheit

Geboren am 20. Februar 1988 in Barbados, wuchs Rihanna bei ihren Eltern mit ihren fünf Geschwistern auf. Ihre Kindheit war unter anderem geprägt durch den Drogenkonsum ihres Vaters und dessen gewalttätiges Verhalten gegenüber ihrer Mutter. Nach einem Auftritt von Beyoncé begann sie selbst von einer Musikkarriere zu träumen. Im Alter von 15 Jahren gründete sie zusammen mit zwei Schulfreundinnen eine Band. Als der Musikproduzent Evan Rogers mit seiner Familie auf Barbados Urlaub machte, ergab sich die Chance zum Vorsingen. Evan Rogers erkannte Rihannas Talent und nahm sie unter Vertrag. Obwohl die erträumte Karriere startete, war die Zeit nicht ganz einfach. Nach vierzehn Ehejahren ließen sich Rihannas Eltern scheiden. Aber auch Rihanna hatte wie ihre Mutter mit einem gewalttätigen Mann in ihrem Leben zu kämpfen. Nach zweijähriger Beziehung mit dem Sänger Chris Brown endete diese in einer Auseinandersetzung. Für Chris Brown führte das zu einer fünfjährigen Haftstrafe wegen Körperverletzung.

Ihr Erfolg

Bereits 2005 brachte sie ihr erstes Album heraus, dessen Single „Pon de Replay“ auf Platz Zwei der amerikanischen Billboard Hot 100 landete. Ihr erster Nummer Eins Hit folgte 2006 mit „SOS“. Und genauso stark ging es weiter. Sie brachte ein Album nach dem anderen raus, welche sich an die Spitze der Charts kämpften. Nach der Trennung von Chris Brown begann sie erstmals selbst aktiv an den Texten ihrer Songs mitzuwirken. 2010 entstand so mit Eminem die Single „Love the way you lie“. Doch Rihanna ist auch über die Musik hinaus aktiv. Im Februar 2013 brachte sie mit dem britischen Label „River Island“ vier Modekollektionen heraus und launchte zusammen mit der Kosmetikmarke MAC ebenfalls eine Kollektion.

Auch in der Filmwelt ist Rihanna keine Fremde mehr. Im Animationsfilm „Home – Ein smektakulärer Trip“ spricht sie die Protagonistin und ihr neuster Film „Guave Island“ ist momentan auf Prime Video zu sehen. In dem 2018 erschienen Film „Oceans Eight“ unterstützt sie Sandra Bullock und Cate Blanchett als Gangsterin. Als eine von acht Frauen zeigt sie dort Frauenpower!

Rihanna setzt auf Vielfalt

Ihr momentanes Projekt ist ihre eigene Beauty Marke sein, die 2017 auf den Markt kam. Unter dem Namen „Fenty Beauty“ überraschte Rihanna ihre Fans und viele Makeup Begeisterte. Besonders ihre Foundation erhielt Aufmerksamkeit und Lob, da sie in mittlerweile 50 verschiedenen Farbtönen erhältlich ist. Da Rihanna selbst zu „people of color“ gehört, bietet ihre Linie nicht nur helle, sondern auch verschiedenste dunkle Töne, sodass jede Hautfarbe wortwörtlich abgedeckt werden kann. In den Kampagnen setzt sie auf Vielfalt. Dabei arbeitet sie mit Frauen jeglicher ethnischen Herkunft und auch trans Frauen. Rihanna betonte in einem Tweet, dass sie nicht explizit nach trans Frauen sucht. Sie suche ja auch nicht nur nach cis Frauen.

“I’ve had the pleasure of working with many gifted trans women throughout the years, but I don’t go around doing trans castings! Just like I don’t do straight non trans women castings! I respect all

women, and whether they’re trans or not is none of my business!” – Rihanna via Twitter

Ebenfalls unter dem Namen Fenty präsentierte Rihanna auch eine weitere Modelinie mit Dessous, die auch in Übergrößen erhältlich sind. Bei Eröffnung ihres Pop-Up Stores zeigte sie die Kollektion an Schaufensterpuppen, die nicht der Norm entsprechen. Von wegen 34-38. Die extra angefertigten Puppen orientierten sich laut Rihanna an echten Frauen. Mehr Brüste, mehr Hintern, ein Bäuchlein. In Interviews verrät sie, dass sie selbst sich viel wohler fühle mit ein paar Kilos mehr auf den Rippen. Ein klarer Standpunkt in Sachen Body-Positivity. Zuletzt zeigte sie ein Model, deren Narben im Gesicht sie nicht retuschieren ließ.

Rihanna mit roten Haaren

(c)Pixabay Rihanna

Rihanna als Feministin?

Mein persönliches Empfinden sagt: Ja! Rihanna zeigt ein Frauenbild, das junge Mädchen anspornt. Denn sie ist nicht nur furchtlos. Sie ist erfolgreich und setzt sich für mehr Vielfalt in der Mode und Make-Up Welt ein. Für mich ist Rihanna eine moderne Frau, die für sich selbst einsteht. Sie zeigt, dass man sich mit Genug Willenskraft als Frau in der Männerwelt behaupten kann.

 I think women want freedom, they want to be empowered, they want hope, they want love, they want all the things that I want and I’m not afraid to say those things and act on them, and I think that’s why they identify with me. Women want to be fearless and sometimes all it takes is to see that it’s possible. Once you see it can be done, you think “I could do it, too.” That’s all I could ever hope for, to have a positive effect on women. ’Cos women are powerful, powerful beings. But they’re also the most doubtful beings. They’ll never know – we’ll never know – how powerful we are. – Rihanna

 

Jana Knösel

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