Gesang, Tanz, Gelächter und mentale Gesundheit. Passt das zusammen? Und wie! Bei der Veranstaltungsreihe mental tracks Vol. 4 werden psychische Krankheiten aus der Tabuzone herausgeholt. Am Samstag, den 1. November, um 18:30 Uhr findet mental tracks Vol. 4 in der Kesselhalle im Kulturzentrum Schlachthof in Bremen statt. Tickets gibt’s bei den KulturKraken.
Sowohl auf persönlicher als auch gesellschaftlicher Ebene bleibt das Thema mentale Gesundheit und Krankheit meist eher im Verborgenen. Um das zu ändern und psychischen Krankheiten das Stigma zu entziehen, haben sich zwei Bremer Vereine zusammengetan. Denn sie sind der Meinung: Auch wenn der Umgang mit diesen Dingen alles andere als einfach ist, ist Schweigen keine Option. Gemeinsam haben sie die Veranstaltungsreihe „mental tracks“ entwickelt, die sich zum Ziel setzt, das geistige Wohlbefinden in den Fokus der Aufmerksamkeit zu rücken.
Die Veranstalter*innen: Brynja e.V. und KulturKraken e.V.
Brynja e.V. beschreibt sich selbst als „Raum für Psyche und Gesundheit“. Sie knüpfen an der Verbindung zwischen Freizeit, klinischen Einrichtungen und Therapie an. Bei Brynja geht es nicht um Diagnosen, Medikamente oder Therapiepläne, sondern darum, selbst herauszufinden, was einer*m hilft und gut tut. Dafür stellen sie gebündelt Informationen und Materialien zu verschiedenen Einrichtungen und Therapieformen zur Verfügung und unterstützen dabei, Angebote in Bremen zu finden und wahrzunehmen. Das Motto von Brynja: Hilfe zur Selbsthilfe.
KulturKraken e.V. ist ein gemeinnütziger Verein, der Kultureventmanagement betreibt. Sie bringen Musik, Theater und Kunst zusammen. Mit dem Irgendwo Kollektiv und dem PAPP Café organisieren die KulturKraken das Winter-Kultur-Festival Lichter der Neustadt. Außerdem stellen sie die Pappinale Krakinale auf der Breminale. Der Kulturverein bietet zudem einen Verleihservice für Technik und anderes Veranstaltungsequipment.

Wer tritt auf?
Bei „mental tracks Vol. 4“ sind der Schmusechor und Charlotte Brandi am Start. Der Schmusechor, bestehend aus rund 40 Personen, hat ein breites Repertoire zu bieten: Von gefühligen Balladen von Aretha Franklin über tanzbare Hits der Backstreet Boys bis zu zeitgenössischem Pop à la Billie Eilish ist alles dabei. Die Liveshows beinhalten extravagante Outfits, gewagte Bühnenperformances und Lippenstift für alle. Mit im Gepäck: eine klare Haltung gegen Sexismus und Rassismus. Der Legende nach gründete sich der Schmusechor vor 10 Jahren in einem Wiener WG-Schlafzimmer.
Charlotte Brandi ist Autorin und Musikerin aus Dortmund. Bekanntheit erlangte sie in den 2010er Jahren als eine Hälfte des Indie-Pop-Duos Me and My Drummer. 2019 veröffentlichte Charlotte Brandi ihr erstes Soloalbum „The Magician“, 2020 dann ihre erste EP „An das Angstland“. Neben ihrer Tätigkeit als Singer-Songwriterin komponiert sie Musik für Theaterproduktionen und ist Kolumnistin beim ROLLING STONE-Magazin. Dieses Jahr erschien außerdem ihr Debütroman „Fischtage“, eine Coming-of-Age-Geschichte.
Jana K.



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