Nachhaltige Essensplanung: Tipps und Tricks

Auf vielen Lifestyleblogs ist es schon längst angekommen, das „meal planning“. Jede Woche wird neu geplant und entsprechend eingekauft, ganz geordnet und geplant. Wer bei Essenplanung an überflüssiges Gedanken machen ums Essen denkt, der darf sich an folgender Zahl messen: Laut einer Studie des WWF werden pro Sekunde in Deutschland 313kg vollkommen genießbare Nahrungsmittel weggeworfen – eine Zahl, die schockiert, gerade vor dem Hintergrund, dass eine Milliarde Menschen auf der Welt täglich hungern. Das ist ein Siebtel der Weltbevölkerung, die unnötig hungern, während die anderen sechs Milliarden Essen verschwenden. Es reicht schon wenig Aufwand, um das eigene Konsumverhalten zu überdenken und dabei hilft die richtige Essensplanung immens. Wir haben euch hier ein paar Ideen dazu zusammengefasst!

Chilischoten (rot, gelb und grün) auf einem Teller

(c) hhs, Seniorenlotse

Die Methode

Keine Planung ohne Plan. Jegliche Art von Plan kann hier genommen werden. Ein Worddokument mit einer Tabelle, ein laminiertes Stück Papier, das immer wieder neu beschrieben werden kann, oder auch eine Tafel in der Küche, die mit Kreide immer wieder neu aufgefüllt werden kann. Gerade für mehr als eine Person, wie für eine Familie oder gar eine WG oder ein Paar, ist so eine öffentlich zugängliche Tafel gut. Im Laufe der Woche können Essenswünsche eingetragen werden und es kann geplant werden, so dass einmal pro Woche der Einkauf für die nächste Woche gemacht werden kann. Die Liste für diesen Einkauf ist besonders wichtig: Erst sollte einmal alles aufgeschrieben werden, was für sämtliche Gerichte gebraucht wird, wirklich alles. Dann werden die Vorräte abgeglichen: Was brauche ich überhaupt noch? Was wie ein überflüssiger Tipp klingt, ist viel wichtiger, als man denkt. Schnell vergisst man nämlich, was noch an Einkäufen da ist und es wird doppelt gekauft und es entsteht wieder der unbeliebte Überfluss.

Aber was, wenn…?

Die Fragen häufen sich natürlich, inwiefern diese Methode nicht zu streng ist. Aber was ist, wenn ich abends nach Hause komme und nicht das essen möchte, was geplant ist? Der Plan ist natürlich nicht vollkommen fest, Gerichte können immer wieder ausgetauscht werden! Aber was ist, wenn ich spontan auswärts esse und jetzt ein überflüssiges Essen habe? Dann wird das geplante Essen einfach nach hinten verschoben und man hat für einen Tag mehr geplant! Aber was ist, wenn ich doch noch einmal einkaufen muss? Dann geht man einfach nochmal. Der Plan soll helfen, aber nicht einschränken. Reste einplanen ist zum Beispiel immer eine gute Möglichkeit, um Lücken im Plan zu füllen. Wenn am nächsten Tag wenig Zeit besteht, um groß zu kochen, ist Resteverwertung immer eine gute Idee: Einfach die Menge am Vortag verdoppeln, so dass der nächste Tag abgedeckt wird. Auch Vorkochen vermeidet Stress und unnötiges spontanes Einkaufen. Jeder weiß, aus guter Erfahrung: Hungrig einkaufen verführt schnell zu Überfluss. Wenn die Woche stressig wird und man weiß, dass die Zeit knapp wird, wird einfach vorgekocht, entweder den Tag zuvor oder sogar richtig auf Vorrat, damit der Gefrierschrank voll ist mit fertigem Essen, das nur darauf wartet, aufgetaut und gegessen zu werden!

Gelbe Säcke mit Müll am Straßenrand

(c) frauenseiten

Das Problem der Verschwendung zieht natürlich weitere Kreise als nur der eigene kleine Privathaushalt. Verschwendung passiert auch in Großküchen und Restaurants und auf ganz anderen Niveaus. Aber Veränderung fängt schon klein an und der eigene Beitrag ist deutlich schneller gemacht, als man denkt. Sei es alleine für das eigene Wissen, dass man die unnötige Verschwendung auf der Welt jeden Tag um ein kleines Stück vermindert, dafür lohnt es sich, dieser Methode einen Versuch zu geben. Teilt in den Kommentaren gerne eure Erfahrungen und eigene Tipps mit!

 

Kim-Nicola Hofschröer

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