Gedenkfeier für Flüchtlinge am 29. April in Bremen

Traueranzeige für Flüchtlinge

(c) Annelie Keil

Liebe Leser*innen, heute erreichte uns eine Mail von Annelie Keil, mit einer Einladung zur Gedenkfeier für die vielen Flüchtlinge, die an unseren Grenzen sterben gelassen werden.

Hier der Wortlaut der Mail:

Liebe Freunde! Die Kinder, Frauen und Männer, die zu Tausenden vor unserer Tür im Meer versanken und starben, haben irgendwo Großeltern, Mütter und Väter, Angehörige, Freunde, Menschen, die sie geliebt haben, um sie weinen und trauern.

Es gibt kein Grab, keinen Ort, wohin sie, aber auch wir unseren Schmerz tragen können, keine Blumen, keine Kerzen, die wenigstens  für einen Augenblick an die Toten erinnern und sie würdigen. Sie sind namenlos,  verschwunden, aber wir wissen um sie und in uns hinterlassen sie unterschiedliche Spuren. Ein afrikanisches Sprichwort sagt, dass jeder  Mensch, der stirbt, der Menschenfamilie fehlen wird. Deshalb habe ich im Weser Kurier am 25.4.15 die folgende  „Familienanzeige“ aufgegeben. Wenn Ihr mögt, dann folgt doch der Einladung zu einer kleinen Gedenkfreier. Und informiert andere Menschen über Eure Netze, das wäre freundlich Wenn Ihr weit weg seid, dann seid gedanklich bei uns.  Herzliche Grüße Annelie Keil

  2 comments for “Gedenkfeier für Flüchtlinge am 29. April in Bremen

  1. susa
    15. Mai 2015 at 15:35

    Es ist nicht zu glauben, was die EU-Außenminister da gebracht haben: Sie singen „We are the world“!!!!
    Das allein ist schon schlimm genug angesichts der Absicht, Schlepperboote abzuschießen.
    Bemerkenswert ist aber ebenso die Berichterstattung darüber. Während Die Deutschen Wirtschaftnachrichten ihre berechtigte Empörung zeigen (http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2015/05/14/peinlich-nato-aussenminister-schunkeln-und-singen-we-are-the-world/), ist es für andere, wie z. B. dem Handelsblatt (http://www.handelsblatt.com/politik/international/nato-treffen-in-der-tuerkei-aussenminister-singen-we-are-the-world/11780664.html) ein Grund zur Freude, dass sich die Damen und Herren doch auch mal vergnügen. Perverser geht es doch nicht mehr!!! Wo leben wir bloß???
    Irgendwie fühle ich mich an Orwells Farm der Tiere erinnert.

  2. Lotta
    17. Mai 2015 at 14:34

    Susa, wie sehr kann ich nachempfinden, was Du schreibst und Deine Empörung teilen! Da war die Idee von Annelie Keil, in der Stephani-Kirche in Ruhe UND Hilflosigkeit zu gedenken schon sehr viel ehrlicher.
    Mich treibt um, dass viele sagen: Ja selbstverständlich müssen wir aus humanitären Gründen Flüchtlinge aufnehmen, aber bitte nicht neben mir! Nicht nur „die da oben“ sind verlogen….

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